Technische Vorteile
100 Jahre sind kein Thema
Die ältesten bewohnten Fachwerkhäuser Deutschlands wurden vor fast 750 Jahren erbaut. Dachtragwerke romanischer Kirchen sind teils noch deutlich älter. Für moderne Holzbauwerke mit ihrem hohen Entwicklungsstand der Werkstoffe, der Konstruktion, der Bauphysik und der Verarbeitung sind die Prognosen also günstig. Holzbauexperten sprechen meist von mindestens 100 Jahren. Eine sicherlich super-vorsichtige Schätzung.
Eine aktuelle Studie zeigt deutlich, dass sich der Holzbau hinsichtlich der Dauerhaftigkeit bzw. der Lebensdauer der Gebäude wahrlich nicht zu verstecken braucht. Die Studie umfasst die Untersuchung auf Mängel und Schäden an Holzbauten, welche im Zeitraum von 1870 bis 1945 errichtet wurden. Heraus kam folgendes: 99% der Gebäude befinden sich in einem weitestgehend guten bis sehr guten Zustand. Beurteilungsgrundlage sind hier die verordnungsmäßig festgelegten Bauzustandsstufen 1 - 4. Hiernach wurde nur 1% der Gebäude der Stufe 3 - mangelhafter Erhaltungszustand - zugeordnet. Bauzustandsstufe 4 wurde nicht vergeben.
Normale Sorgfalt, normaler Aufwand
Voraussetzung für die lange Lebensdauer von Holzhäusern sind fachgerechte Planung und Ausführung und der natürliche Umgang der Bauherren und Bewohner mit ihrem Haus. Dabei liegt der Aufwand jedoch nicht höher als bei konventionell gebauten Häusern. Oder haben Sie schon einmal den Werbeslogan "Wartungsfreie Häuser zu verkaufen" gelesen?
Selbst Holzfassaden, ob mit oder ohne Anstrich, kommen mit normaler Aufmerksamkeit und Pflege aus. Voraussetzung: konsequenter konstruktiver Holzschutz. Und: in Jahrzehnten vielleicht mal 1, 2 Bretter austauschen ist kein Problem.